Abendliche Überraschungen

Da sitzt man nichts Böses ahnend, dafür aber fleißig am Reisebericht schreibend, abends in seinem Büro und wird plötzlich von einem Lärm, der von draußen schreienden und rennenden Schülern verursacht wird, aufgeschreckt. Nun, denke ich mir, was haben die 660 Nichtsnutze jetzt wieder angestellt? Wohlwissend dass es nicht viel braucht, um eine halbe Panik in der Schule auszulösen. Jeder Regenfall wird von schreiend fliehenden Schülern begleitet. Dennoch neugierig geworden verlasse ich mein Büro, das nah bei den Baracken der Jungen steht. Ich sehe Massen von Schülern zu den Mädchen rennen und entschließe mich der Sache auf den Grund zu gehen. Wenn so viele Jungen zu den Mädels aufbrechen, steht’s in jedem Fall nicht zum Guten – in welcher Hinsicht auch immer. Schließlich ist das Gelände dort normalerweise streng tabu. Etwas besorgt laufe ich also auf die andere Seite der Schüler und erfahre unterwegs denn auch von einigen Schülern, was überhaupt los ist: Ein Feuer.

Das Feuer war zwischen zweien der Baracken ausgebrochen und hatte scheinbar einen halben Baum in Brand gesteckt. Jedenfalls lagen dessen verkohlte Überreste auf dem Boden umgeben von glimmender Glut. Wirklich außer Kontrolle geraten ist die Situation aber nicht, das beweist die vergleichsweise kleine verbrannte Fläche, auf die eifrig Schüler und der Nachtwächter Erde schaufeln.

Leider konnte mir bisher niemand erklären, worin die Ursache des Feuers lag, jeder, den ich fragte, war erst später hinzu gekommen. Spontan erlaube ich mir aber das Urteil, dass grundsätzlich Trockenzeit und eine Praxis des Müllverbrennens eine gefährliche Mischung sind. Schon häufiger sah ich hier Müllgruben mit recht großen Ästen zugedeckt, die gefährlich nah unter Bäumen standen.

DER BASTIAN BLEIBT WIE IMMER AM BALL.

PS: Wer mir als erster sagen kann, aus welchem literarischem Werk der letzte Satz entstammt, bekommt eine namentliche Erwähnung im nächsten Beitrag! Wow!

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3 Antworten auf „Abendliche Überraschungen“


  1. 1 idi amin 26. Juli 2011 um 1:31 Uhr

    @ntwort, zumindest sinngemäß in den Absätzen drei und vier: http://www.tagesspiegel.de/sport/fussball-wm2010/der-neue-leader/1872640.html

    „660 Nichtsnutze“? Du hast mitunter eine etwas merkwürdige Art, deine emotionale Beziehung zu deinen „Schützlingen“ (auch so ein Wort, dass du gerne benutzen würdest) adäquat in Worte zu fassen.
    Nun denn, aber jedem das seine.
    Gruß,
    Idi

  2. 2 Bastian 29. September 2011 um 8:38 Uhr

    Naja, das ist mein Humor. Muss mich da manchmal etwas zusammenreißen, da er für jene, die mich nicht persönlich kennen durchaus missverständlich sein kann.

    Grüße,

    Bastian

  1. 1 Exorzismus « Freiwilligenjahr in Karaseco, Tansania Pingback am 13. Juli 2011 um 23:59 Uhr
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